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Im Gegensatz zu vielen anderen Lemurenarten sind Kattas tagaktiv. Sie halten sich häufig am Boden auf, klettern aber auch in die höchsten Baumkronen.

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Bei der Nahrungssuche halten sich Kattas vor allem an pflanzliche Kost. Kattas (Lemur catta) lieben Sonnenbäder. Sie sitzen dann mit ausgebreiteten Armen den Vorderkörper der Sonne entgegen gerichtet und verharren lange Zeit in dieser Stellung. In Ihrer Heimat Madagaskar werden sie auch als Waldgeister bezeichnet, weil ihre lauten, Furcht erregenden Schreie hörbar, die putzigen Äffchen selbst aber in der dichten Vegetation nicht sichtbar sind.

Lebensraum

Madagaskar gehört zu den faszinierendsten, aber auch bedrohtesten Lebensräumen überhaupt. Schon lange vom afrikanischen Kontinent getrennt, konnte hier eine ganz eigenständige Tier- und Pflanzenwelt entstehen.

Begünstigt durch das Fehlen der Konkurrenz durch höhere Primaten, entwickelten sich vor allem die Halbaffen und unter ihnen die Lemuren in einer Vielfalt, wie sie von anderen Orten nicht bekannt ist. Viele Halbaffen Madagaskars sind Bewohner des Regenwaldes und durch dessen Abholzung äußerst bedroht. Kattas sind hiervon nicht so sehr betroffen, da sie sowohl Wälder als auch Savannen bewohnen und auf verschiedene Gebiete ausweichen können. Dennoch setzt auch den Beständen der Kattas die weitere Ausdehnung menschlicher Siedlungen zu.

Aussehen

Kattas haben das für Lemuren typische Fuchsgesicht. Ihr auffälligstes Merkmal ist allerdings ihr schwarz-weiß geringelter Schwanz, der mit einer Länge von 55 cm ihre Körperlänge um 10 cm übertrifft. Der Schwanz ist hervorragend dazu geeignet, es einem auf einem dünnen Ast sitzenden Katta zu ermöglichen, das Gleichgewicht zu halten, spielt aber auch beim Ausbalancieren von Sprüngen eine wichtige Rolle.

Auch im Sozialverhalten kommt dem Ringelschwanz eine große Bedeutung zu. Gehen Kattas am Boden, wird er als Erkennungssignal senkrecht in die Höhe gestreckt. Mit seiner Hilfe tragen die Männchen auch so genannte „Stinkkämpfe“ aus. Sie bestreichen ihn mit Sekreten aus ihren Oberarmdrüsen und schwenken ihn in Richtung Gegner. So werden sowohl Rangordnungsstreitigkeiten geregelt als auch das Revier gegen fremde Gruppen verteidigt.

Soziales Leben

Eine Kattagruppe besteht aus 20 bis 25 Tieren und setzt sich aus erwachsenen Männchen und Weibchen sowie Halbwüchsigen und Säuglingen zusammen. Sie bewohnt ein kleines Revier von 5 bis 20 Hektar Größe, das mit Sekreten aus After- und Armdrüsen markiert wird. Die Jungen kommen fast alle zur gleichen Zeit zur Welt. Kattakinder haben blaue Augen. Mit zunehmendem Alter werden sie leuchtend gelb. Meistens wird nur ein einzelnes Kind geboren, das von der Mutter zunächst am Bauch getragen wird. Später wechselt es auf den Rücken und unternimmt von dort immer weitere Ausflüge. Die Weibchen kümmern sich häufig gemeinsam um die Jungtiere.

Quelle Text: © NatureCom

Mehrfach-Missbrauch

Tiere in Zoos zeigen oft aufgrund ihrer nicht artgerechten Haltung Stereotypien.

Mehr über Tiere im Zoo

Anstatt die Haltungsbedingungen zu ändern, wird daran geforscht, wie man sie mit Medikamenten weniger verhaltensauffällig machen kann. Auszüge der Fallstudie „Stereotypien bei Zootieren und die Therapie mit Antidepressiva“ der Ludwig-Maximilians-Universität München, Tierärztliche Fakultät zeigen auf, wie „Zootiere“ mit ausgeprägten Stereotypien mit Antidepressiva behandelt und das Verhalten der Tiere im Verlauf der Therapie beobachtet wird:

„Der Katta wird vor Ende der Therapie aufgrund der Verschlechterung seines Allgemeinbefindens euthanasiert. […] Beim Gorilla wird zu Beginn der Therapie Erbrechen beobachtet, was eventuell auf den Wirkstoff zurückzuführen ist. […] Beim Eis- und Braunbären zeigt sich im Beobachtungsverlauf eine Stereotypiereduktion mit gleichzeitiger Erhöhung der Ruhezeit, in der sie aber Anteil an ihrer Umwelt nehmen. In beiden Fällen nimmt die Stereotypie nach Absetzten des Medikaments wieder zu. Das stereotype Verhalten beim Brillenbär und beim Flusspferd ändert sich während der Beobachtung unwesentlich […]“.

Mehr über Tierversuche

Weitere Informationen

  • Buchtipp: Der Zoo – Fotografien von Tieren in Gefangenschaft. Gegen die Veröffentlichung von Bildern aus ihren Zoos haben drei Zoo-Direktoren erfolglos geklagt. Das Buch ist im Handel leider nicht mehr erhältlich.
  • Archiv-Meldungen über Skandale in Zoos: Zoo-Geschichten beim Tigerfreund
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Quelle Bild: pixabay

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