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Gänse – ein Leckerbissen zur Weihnachtszeit und zu Martini?  Über die Lebensweise der Gänse von heute..

Warnung – schlimme Inhalte auf dieser Seite: ● Gänsemast in DeutschlandEntenmast in DeutschlandPekingentenmast in DeutschlandZwangsmastGänsestopfen – Foie grasGeschmack der QualMagenplatzenLebergewichtnochmal: DaunenrupfDas Ende…Konsum-VerhaltenHaltungsformenVeganes Enten-RezeptLinktipps

Wassergeflügel…?

In winzigen Käfigen zusammengepfercht geht es einzig und allein darum, durch Mastfutter und Bewegungsentzug ein unnatürlich schnelles Wachstum zu erzielen.

Bei der üblichen Gänsemast werden zu viele Tiere auf zu engem Raum in unnatürlicher, schädigender Umgebung gehalten. Bereits durch die Hochleistungszucht wird nur auf möglichst schnelle Gewichtszunahme Wert gelegt, mit all den schmerzhaften Nebenwirkungen – Gelenksentzündungen, Knochenbrüche, Atemnot, etc.

Die Mastdauer, bei Freilandgänsen mindestens 20 Wochen, wird auf unter 12 Wochen reduziert. Die Züchter legen Wert auf möglichst schnelle Gewichtszunahme der Tiere.

(Foto: Das Leben einer Mastente dauert nur etwa sieben Wochen; die natürliche Lebenserwartung wäre bis zu zwölf Jahre. In großen Hallen werden die Vögel gemästet und anschließend abtransportiert, getötet und zu „Produkten“ weiterverarbeitet. Quelle und Linktipp: soylent network)

Gänsemast in Deutschland

Zwölf Wochen lang leben die Gänse zusammengepfercht in winzigen Käfigen in Dämmerlicht und ohne Bewegungsmöglichkeiten.

Was zählt, ist die schnelle Gewichtszunahme ohne Rücksicht auf die Tiere. Zu diesem Thema ist bei tierschutz-bilder.de auch Videomaterial verfügbar. (Foto: Gans in einer Gänsemast. Quelle und Linktipp: tierschutz-bilder)

Entenmast in Deutschland

In Intensivmastbetrieben werden Enten zu Tausenden in ewig halbdunkle Hallen eingepfercht und auf „Schlachtreife“ hochgemästet. Sie haben keine Möglichkeit zu schwimmen.

Regelmäßig verkümmern die Tiere als natürliche Folge der körperlichen und psychischen Belastungen. Zwei bis drei Monate dauern die schrecklichen Qualen, die sie in nicht annähernd naturgetreuen Verhältnissen über sich ergehen lassen müssen, um dann ein grausames Ende im Schlachthof zu finden. (Foto: Ente in einer Entenmastanlage. Quelle und Linktipp: tierschutz-bilder)

Pekingentenmast in Deutschland

Pekingentenmast in Niedersachsen in der Nähe von Bremen: In Intensivmastbetrieben stehen Enten zu Tausenden dichtgedrängt in oft fensterlosen Hallen.

Innerhalb von zwei bis drei Monaten werden die Tiere von wenigen Gramm Lebendgewicht bis zur Schlachtreife hochgemästet. Die in kürzester Zeit erreichten Mastgewichte können Knochen- und Gelenkschaeden zur Folge haben, die bis zur Bewegungsunfähigkeit führen. Deshalb verkümmern in den großen Beständen regelmässig Tiere, da sie nicht mehr in der Lage sind, selbstständig Futter und Wasser zu erreichen. (Foto: Entenmast – gequälte Kreatur. Quelle und Linktipp: tierschutz-medienarchiv)

Pekingmastenten in Bayern

Einer Stellungnahme zur Vereinbarung über die Haltung (Pressemitteilung VgtM/ProVieh) ist zu entnehmen, dass selbst ärgste Tierquälerei noch legitimiert wird:

  • Tränken sind nicht so gestaltet, dass der Schnabel (besonders der Unterschnabel), die Nasenlöcher und die Augen während der Wasseraufnahme eingetaucht werden können.
  • Enten scharren nicht. Dennoch ist nicht vorgesehen, die Einstreu nicht nur täglich neu zu streuen, sondern auch zu lockern.
  • Manipulationen am Tier in Form von Schnabelkürzen sind nicht verboten.

Zwangsmast

Österreich: Heuer keine Gansln und Stopflebern!

An die 300.000 Gänse werden jedes Jahr in Österreich, vor allem zu Martini und Weihnachten, getötet. Nicht einmal 10 Prozent davon stammen aus österreichischen Betrieben.

Der Rest wird von ausländischen Mastfabriken importiert, zumeist aus Frankreich, Ungarn, Bulgarien, Polen oder Israel. In diesen Ländern ist „Tierschutz“ noch mehr Fremdwort als in Österreich…

Mehr als 20 Millionen Enten und 5 Millionen Gänse werden benötigt, um jährlich an die 20.000 Tonnen Gänsestopfleber zu produzieren. Der Verbraucher muss dafür bis zu 70,- € pro kg berappen. Die Keulen und Brüste sind zwar quasi „Abfallprodukte“ der Stopfleberproduktion, werden aber ebenso lukrativ verkauft.

(Foto: Unglaublich, welche Qualen das für die Tiere mit sich bringt. Quelle: sofawolf)

Gänsestopfen – Foie gras

Da die Martini-Gänse meist auch Lieferantinnen für die Gänsestopfleber sind, wird ihnen zudem mehrmals täglich ein ca. 50 cm langes Rohr durch den Schlund direkt in den Magen eingeführt.

Durch dieses Metallstück wird täglich 1 kg verquollener, stark gesalzener Maisbrei in den Magen gepresst. Oft wird die Masse mit Antibiotika angereichert.

Diese Menge entspricht ca. 20 Prozent des Körpergewichts der Tiere. Der mit Gummiband zugebundene Hals soll das Erbrechen verhindern.

Stellen Sie sich vor, sie müssten täglich ein Fünftel Ihres Gewichts essen. Der Hals würde Ihnen mit einem Gummiband zugebunden, damit Sie nicht erbrechen können.

Die Franzosen sind bekannt für ihre Lebensart, für guten Wein und feinen Käse. Nicht umsonst lautet eine bekannte Redensart „Leben wie Gott in Frankreich“. Doch ausgerechnet aus dem Land des Genusses stammt eine besonders grausame „Delikatesse“: Foie Gras, die Stopfleber. 80 Prozent der etwa 40 Millionen Enten und Gänse, die für den zweifelhaften Gaumenkitzel gezüchtet werden, stammen aus Frankreich. Das macht unseren Nachbarn zu einem der weltweit größten Stopfleber-Produzenten. Foie gras – eine Delikatesse, die in Deutschland immer mehr an Beliebtheit gewinnt. Mehr als 135 Tonnen werden jedes Jahr in der Bundesrepublik verzehrt, Tendenz steigend.

The taste of torture – Geschmack der Qual

Die Foie gras Produktion (Gänsestopfen) wurde bereits in vielen zivilisierten Ländern weltweit gesetzlich verboten wegen der barbarischen Grausamkeit, z.B. in Deutschland.

In den USA wird weiter gestopft – sehr zum Missfallen von amerikanischen Tierfreunden. Diese Zwangsernährung wird in Frankreich, Ungarn und seit einigen Jahren auch in Israel – wegen der steigenden Nachfrage nach Gänsestopflebern – quasi industriell betrieben.

Und da die Einfuhr der wohl besten, weil erwürgten (also nicht abgestochenen und ausgebluteten) Rouennaiser „Blutente“ in Deutschland aus tierschützerischen wie aus lebensmittelrechtlichen Gründen untersagt ist, kann die Gänsestopfleber weiterhin ihren Marktanteil behaupten – als teure Geflügeldelikatesse und Exportschlager. (Foto: Zwangsmast. Quelle und Linktipp: tierschutzbilder.de)

Die Deutschen gehören zu den begierigsten Importeuren – denn schließlich ist die Stopfmast hierzulande verboten.

Magenplatzen keine Seltenheit

Bei dieser Prozedur kommt es häufig zu schweren Verletzungen der Speiseröhre. Bei falscher Dosierung der Futtermenge platzt der Magen der Tiere, woraufhin sie grausam verenden.

Lebergewicht verdreizehnfacht

Die krankhaften Lebern der Stopfgänse wiegen mit über 1 kg bis zu 13mal soviel wie gesunde Organe (ca. 100g). Auf einen Menschen umgelegt, würde das ein Lebergewicht von 20 Kilogramm bedeuten.

Mit dem „tierquälerischen Luxusprodukt“ wandern im übrigen auch jede Menge Antibiotika und weitere „Delikatessen“ in den Magen des Menschen. (Foto: Zwangsmast. Quelle und Linktipp: tierschutzbilder.de – Diese Fotos bringen Licht ins Dunkel dieser grausamen Mastform, bei der ein etwa 50 cm langes Metallrohr bis in den Magen geschoben und durch dieses das Mastfutter unter hohem Druck eingeflößt wird.)

Daunenrupf

In der Regel haben die Gänse bereits nach zehn Wochen ihr Schlachtgewicht erreicht. Bis dahin sind die überfütterten Tiere durch die Mast und die schlechten Lebensbedingungen großem Stress ausgesetzt.

Ist das „Idealgewicht“ erreicht, werden Mast- und Stopfgänse lebendig gerupft. Den Tieren werden in Akkordarbeit sämtliche Federn vom Leib gerissen.

Entstehende Wunden näht man notdürftig mit Nadel und Faden zusammen. Das merkt der Endverbraucher in der Regel nicht.

Auch in Ungarn wird zum Finale nochmals Daunenrupf vorgenommen, der Oktober/November stattfindet. Mehr hierzu auf der 1. Gänseseite.

Das Ende…

Eine ganze Halle mit 20.000 Tieren kann innerhalb von 8 Stunden leer gefangen werden. Bein- und Flügelbrüche und auch Schlimmeres ist im billigen Preis einkalkuliert.

Traurige Augen schauen aus den Gittern. Nun werden die Tiere lebendig aufgehängt, am Fliessband gleiten sie ins Betäubungsbad, der Kopf wird eingefädelt und abgeschnitten. Der künftige „Gaumenschmaus“ kann jetzt ausbluten.

Foto: Vor einer Entenmast in Brandenburg: viele überleben die tägliche Tortur nicht und sterben vor der „Schlachtreife“. Quelle: tierschutzbilder.

Tierschutz beginnt beim Konsum-Verhalten – Der Konsument in der Verantwortung

Die Verbraucherzentrale des Saarlandes weist darauf hin, dass Werbeaussagen wie „Hafermastgans“, „vom Bauernhof“ oder „Landkorngans“ nichts über die Haltungsform aussagen. Angaben zur Haltungsform, aus der das Geflügel stammt, sind auf den Etiketten freiwillig. Zulässig sind folgende definierte Bezeichnungen:

Einige Haltungsformen

Extensive Bodenhaltung

Das Geflügel wird ausschließlich im Stall gehalten, wobei bei Enten max. 25 kg Lebendgewicht pro Quadratmeter und bei Gänsen max. 15 kg Lebendgewicht pro Quadratmeter zulässig sind. Das Schlachtalter beträgt mindestens 49 Tage bei Pekingenten, 70 bis 84 Tage bei Babarieenten (frühere Bezeichnung Flugenten) und mindestens 49 Tage bei Gänsen.

Auslaufhaltung

Hier sind Besatzdichte im Stall und Schlachtalter der Tiere ähnlich geregelt. Das Geflügel muss jedoch zumindest für die Hälfte seines Lebens tagsüber Auslauf ins Freie haben, wobei jeder Ente mindestens zwei und jeder Gans mindestens vier Quadratmeter zustehen.

Bäuerliche Auslaufhaltung

Die Tiere müssen ab einem Alter von acht Wochen bei Tag ständig Zugang zu Freiluft-Ausläufen haben. Dabei stehen jeder Gans 10 m² Fläche zu, außerdem ist die Tierzahl pro Stall auf 2500 Gänse begrenzt.

Bäuerliche Freilandhaltung

Sie garantiert den Tieren noch mehr Freiraum, da sie tagsüber einen flächenmäßig unbegrenzten Auslauf erhalten.

Tiere aus ökologisch wirtschaftenden Betrieben

(wie z.B. Bioland, demeter): Die EU-Öko-Verordnung schreibt eine traditionelle Auslaufhaltung vor. Das Mindestschlachtalter beträgt bei Pekingenten 49 Tage, bei Barbarieenten 70 bis 84 Tage und bei Gänsen 140 Tage. Pro Stall sind max. 4000 Enten bzw. 2500 Gänse zulässig.

Werden keine Angaben zur Haltungsform gemacht, kann man davon ausgehen, dass das Tier aus einer intensiven Massentierhaltung stammt.

Martinigans, Martinigänse? Alternativen wählen!

„Geflügel“ chinesischer Art

  • Zutaten

2 Esslöffel Olivenöl
1 Teelöffel Knoblauch, klein gehackt
3 grüne Zwiebeln
1 Pfund Tofu
1 Esslöffel Mehl
1 Esslöffel Bier-Hefeflocken
2 Esslöffel Zitronensaft
2 Esslöffel Sojasoße (Tamari)

  • Zubereitung

Tofu in kleine Würfel schneiden. Tofu-Würfel, Knoblauch und grüne Zwiebeln ca. 3 Minuten anbraten. Mehl und Hefeflocken darüber sprenkeln, 2-4 Minuten weiter anbraten. Zitronensaft und Sojasoße dazugeben, umrühren und weiterkochen lassen bis die Flüssigkeit aufgesaugt ist.

Linktipps

FAZ wirbt für Gänse-Stopfleber!

Hinweis auf einen Artikel in der FAZ vom Dienstag, 29.4.2003, S. 44 von Erwin Seitz und Harald Wohlfahrt, „Von jetzt an leb‘ ich gesund und bin zu Enten fair – Die gute Leber. Erwin Seitz gibt Cotta’s Kulinarischen Almanach heraus, Harald Wohlfahrt ist Küchenchef der „Traube Tonbach“ in Baiersbronn. Im Elsaß wird eine Mastmethode erprobt, die keine Marter ist“, in dem im Feuilleton (!) für eine „schonende“ Mast (von 3 statt 2 Wochen mit Endziel Leber von 500 statt – wie sonst 800 – 1.000 g) im Betrieb von Lucien Doriath, Domaine de la Schleif, Soultz-les-Bains… (Quelle: 03.05.2003 tiernews.de.vu/tierlieb.net/FAZ)

Propaganda für Tierfolterprodukt Gänsestopfleber beim Stromkonzern eon

Bei www.eon-bayern.com wurde ein Rezept des „Starkochs“ Heinz Winkler vorgestellt, in dem perverserweise immer noch ein Tierfolterprodukt verwendet wird: Gänsestopfleber! Dieses Folter-Rezept ist auch in dem von eon herausgegebenen Magazin „zukunft plus“ abgedruckt. (Quelle: 29.03.2003 tiernews.de.vu/ tierlieb.net/ Dr. Dietrich Schwägerl/ eon. Bemerkung: aufgrund von massiven Protesten wurde diese Seite ausgetauscht.)

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Stop Foie Gras!

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