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Wir Menschen zählen uns nicht gern zu den Tieren. Wenn wir aber die großen Affen ansehen, können wir die enge Verwandtschaft nicht leugnen

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Diese Ordnung umfasst die Tierarten, die dem Menschen am nächsten verwandt sind. Tatsächlich ist das Erbgut von Schimpansen zu 99 Prozent identisch mit dem unserem. Affen sind intelligent, sie haben Gefühle und sie können Werkzeuge herstellen.

Kommunikation: Affen können Zeichensprache

Das Großhirn ist sehr stark entwickelt, doch steht die Faltenbildung bei vielen Affen hinter der mancher Raubtiere zurück. Wortsprache fehlt den Affen, jedoch ist das Mienenspiel eindrucksreich. Besonders die Menschenaffen sind zu einsichtigem Verhalten und zum Herstellen einfacher Werkzeuge fähig. Hand und Fuß (Greiffuß) haben weit abspreizbare Daumenzehen („Vierhänder“). Affen können nicht sprechen, aber sie können unsere Sprache verstehen. Einige haben sogar eine Zeichensprache gelernt. Der berühmte Gorilla Koko benutzt sie schon seit 25 Jahren. Koko und die Schimpansin Lana haben auch eigene Wörter „erfunden“. Lana nennt eine Ente „Wasser-Vogel“ und Koko sagt zu einem Ring „Finger-Armband“. Im April 1998 nahm Koko an einer Unterhaltung im Internet teil. Eine Betreuerin übersetzte Kokos Zeichensprache.

Artensterben

Mindestens 13 Affenarten stehen laut einer einer Studie des UN-Umweltprogramms (UNEP) weltweit vor der Ausrottung. Als Grund für das mögliche Verschwinden von Schimpanse, Gorilla, Bonobo und Orang-Utan sehen Experten die rasch fortschreitende Zerstörung der Regenwälder in Afrika und Asien.

Affenschutz

Affen und Recht – Affen zu töten, ist Mord: Im Jahre 1993 wurde die „Declaration on Great Apes“ verabschiedet. Diese Erklärung stellt Affen den Menschen in einigen Bereichen gleich. So dürfen Affen nur in Notfällen, etwa um das eigene Leben zu schützen, getötet werden. Die Menschen sollen die Freiheit der Affen respektieren und sie nicht unnötig einsperren. Außerdem ist es verboten, Affen zu quälen. Man hofft, dass durch diese Erklärung das Leben der Affen besser geschützt und geachtet wird.

Affenarten

Affen sind meist Baumtiere, nur einige, wie die Paviane, leben in Felslandschaften. Affen sind im wesentlichen Pflanzenfresser. Die meisten leben als Herdentiere in Vielehe. Die in Afrika, Gibraltar und im warmen Asien heimischen Schmalnasen (Altweltaffen, Katarrhinen) haben eine schmale Nasenscheidewand und einen nicht greiffähigen (oder keinen) Schwanz. Im Durchschnitt sind diese Affen größer als die Breitnasen.

Die kleinsten sind nur etwa rattengroß, die größten sind größer als ein kräftiger Mann. Einige erinnern wegen ihrer Schnauzenform an Hunde und Füchse, andere an Hörnchen oder sogar Eulen. Die Mehrzahl der Altweltaffen gehört zu der Gruppe der Meerkatzenartigen. Die Breitnasen (Neuweltaffen, Platyrrhinen) haben eine breite Nasenscheidewand und meist einen greiffähigen Schwanz. Zu den menschenähnlichen Affen gehören z.B. Gibbons und Menschenaffen.

Cheirogaleidae – Katzenmakis
Lemuridae – Lemurenartige
Indridae – Indriartige
Daubentoniidae – Fingertiere
Loridae – Loris, Galagos
Tarsiidae – Koboldmakis
Callitrichidae – Krallenaffen, Tamarin
Cebidae – Kapuzinerartige
Cercopithecidae – Meerkatzenartige
Hylobatidae – Gibbons
Hominidae – Menschenaffen, Menschen

Tierversuche

Eine große Anzahl von Affen wird in Versuchslaboren missbraucht. Wenn Sie dagegen aktiv werden wollen, besuchen Sie die entsprechenden Seiten, z.B. Ärzte gegen Tierversuche.

Altersruhesitz für Versuchsschimpansen in Louisiana

„Gnadenbrot“ nach einem Leben für die Wissenschaft: Im US-Bundesstaat Louisina gibt es ein Altersheim für ehemalige Versuchsschimpansen.

Washington will das insgesamt 14 Millionen Dollar (14,2 Millionen Euro) teure Projekt mit acht Millionen Dollar unterstützen, wie der Abgeordnete Jim McCrery am 7. Oktober 2002 in Shreveport mitteilte. Der Bau der Einrichtung im Naturpark Eddie D. Jones soll bis 2004 abgeschlossen werden. Außer früheren Versuchsaffen werden dort auch Schimpansen leben, die in der Unterhaltungsindustrie eingesetzt oder als Haustiere gehalten wurden. Insgesamt soll laut Platz für 300 Tiere sein. (Quelle: TVG Saar-Newsletter/APA/AP)

Buchtipps – Affenbücher

Mit der Forderung nach Menschenrechten für die Großen Menschenaffen markiert das „Great Ape Project“ ein neues Stadium in der moralischen Entwicklung der Menschheit. Die Autoren fordern uns auf, alle Großen Menschenaffen – also Menschen, Schimpansen, Gorillas und Orang-Utans – in die Gemeinschaft der moralisch Gleichen miteinzubeziehen. 36 Autoren und Autorinnen aus neun Ländern schreiben aus der Perspektive der Verhaltensforschung, Philosophie, Biologie, Psychologie, Pädagogik, Rechtswissenschaft und Anthropologie, warum eine grundsätzliche Neubewertung des moralischen und rechtlichen Status unserer nächsten Verwandten notwendig ist. „Vielleicht eines der provozierendsten Bücher des Jahres…“ – THE INDEPENDENT.

Aquatic Ape Theorie – Der Mensch als Meeressäuger

Alister Hardy veröffentlichte seine Theorie vom Wasseraffen bereits 1960 in „The New Scientist“. In der Öffentlichkeit ist seitdem wenig von seinen interessanten Überlegungen diskutiert wurden. Dies verwundert angesichts der Tatsache, dass seine These eine schlüssige Erklärung für den Übergang vom kletternden Affen zum aufrecht gehenden Menschen bietet und die bisherigen Modelle damit in Frage stellt.

Nach der Wasseraffen-Theorie ist der moderne Mensch dadurch entstanden, dass die Evolution vom Affen zum Menschen durch eine extreme Veränderung der Lebensbedingungen ausgelöst wurde.

Bei der Überschwemmung weiter Teile des Nordafrikanischen Kontinents veränderte sich die Umwelt für einige Menschenaffen und es kam zu einer evolutiven Anpassung an die vom Wasser beherrschten Bedingungen. Diese Entwicklung ist nicht einzigartig, sondern hat sich auch bei anderen Säugetierarten so abgespielt. Mehr hierzu: Die Wasseraffen-Theorie von Alister Hardy

Religion und Glauben: Mensch mit Schwanz?

Auf den Philippinen erzählt man vom Gott Bathala. Er nahm einen Klumpen Lehm, um daraus die Menschen zu formen. Als er fast fertig war, rutschte ihm der Lehm aus der Hand. Beim Auffangen zog er den Lehm versehentlich in die Länge, ein Schwanz entstand. „Du sollst ein Affe sein und in den Bäumen leben“ sagte Bathala.

Bildnachweis: pixabay/CC0

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